Januar bis Ostern

Das neue Jahr beginnt recht wild jedes Jahr mit den Teufeln von Píllaro (immer 1.-6. Januar), einem Dorf in der Nähe von Ambato. Hier siegen die Teufel tatsächlich über die Kirche, zumindest temporär, und rutschen nicht auf Knien in die Kirche wie andernorts. Man darf auch Masken leihen oder kaufen und dann völlig unkompliziert mitmachen.

Uli war so begeistert, dass sie gleich zwei Teufelsmasken kaufte, die nun allerdings schon recht einnehmend an der Wand hängen.

 

Nun ein paar Bilder von zuhause. Fasching und sich verkleiden waren z.B. Themen des Monats.

 

 

Ulis Eltern haben uns auch ein letztes Mal besucht, diesmal haben wir Sie auch ein wenig durch Quito geführt, z.B. zum schönen Kloster San Diego, wo man auch aufs Dach steigen kann, und ...

 

... ins ruhige Museum del Alabado beim Franziskanerkloster.

 

Sehr schön für kleine und auch größere Kinder ist das neue MIC (Museo Interactivo de Ciencias). Neben vielen physikalischen Experimenten ist der Raum für Kleinen der Hit.

 

 

Nur einen Steinwurf davon entfernt ist der Bahnhof Quitos, Ausgangspunkt für die Touristenzüge und auch mit gutem Kaffee ausgestattet

 

In der Schule ist es mir gelungen, fünf Mannschaften zu bilden, um ein Frisbeeturnier auszutragen. Glorreicher Sieger war eine 11. Klasse, die ich in Geschichte unterrichte. Zum Abschied schenkt mir diese Klasse ihren Abipullover mit dem Spitznahmen "Fritzbee".

 

Auch Cornelius verdiente sich seine ersten Sporen an der Schule und kann nach 6 Wochen Schwimmunterricht alleine mit Schwimmnudel das Becken überqueren. Und das vor den Augen der Großeltern.

 

Zum ersten Mal wurde von den Großeltern der Ilaló erklommen, mehr ein Spaziergang, aber doch höher als die Zugspitze. Von hier aus sieht unser Hausberg mehr wie ein Hügel aus.

 

Nun noch ein paar vorösterliche Impressionen, z.B. von unserer ersten eigenen reifen Banane, von unsere kolumbianischen Friseuse Ingrid, von Kindern und empleadas Marta und Blanca. Dazu noch ein Gartenvideo.

 

In der Woche vor den Ferien flog Uli alleine nach Deutschland, um Hauskauf und ihre Arbeitstelle abzuklären und Clemens blieb alleine bei den Kindern. Diese kamen dadurch allerdings nicht zu schaden.

 

Die erste Ferienwoche nutzten wir dann, um nach Cuenca zu fahren, kleiner und übersichtlicher als Quito, und auch eine schöne Kolonialstadt. Auf dem Weg machten wir in Guamote halt, wo jeden Donnerstag ein beeindruckender Markt stattfindet. Ansonsten ist es hier sehr ruhig und etwas verfallen. So muss ganz Ecuador noch vor kurzem ausgesehen haben, so denken wir uns zumindest. Sehr empfehlenswert ist hier die Unterkunft Inti Sisa.

Die Aufschrift rechts heißt völlig korrekt: "Zeigen Sie ihre Erziehung und pinkeln sie nicht." Andererseits haben wir auch dort gesehen: "Bepinkeln Sie sich nicht."

 

Gleich hinter Guamote, passenderweise bei einem Ort namens Palmira, gibt es dunkle Sanddünen. Hier kann man toll spielen und Rast machen. aus verständlichen Gründen haben die Einheimischen hier in letzter Zeit viele Bäume gepflanzt, so dass die Dünen nicht mehr frei sichtbar sind. Hier noch ein Video.

 

Weiter auf dem Weg kann man in Zhud Essen, ohne sich den Magen zu verderben und in Belén (Bethlehem) kann man eine spektakulär auf dem Berg liegende Wallfahrtskirche besuchen.

 

Im Hotel Macondo in Cuenca kann man gut übernachten, wegen Garten, Hängematte und Küche auch ein guter Platz für Familien. Genau während unseres Aufenthaltes verstarb allerdings der Erfinder von Macondo, Gabrial García Marquez.

 

Cuenca feierte auch gerade seine Biennale, was wir uns nicht entgehen ließen. Manch moderne Kunst erschien uns dann aber auch stark gewöhnungsbedürftig.

 

Hier ein paar Bilder von den Plätzen Cuenca und wie unsere Kinder diese unsicher machten, fast immer mit einem Eis in der Hand. Das hat die Tauben aber nicht gerettet, wie dieses Video zeigt.

 

Die Hüte erstanden wir bei einer Fahrt über die Dörfer, Gualaceo, Chordeleg und Sigsig. In Chordeleg durften wir einem typischen und nicht für alle Europäer wunderbaren Umzug beiwohnen. Es wurde 150 Jahre des Landkreises gefeiert (Video).

 

In Sigsig gefiel es uns viel besser. Die Frauen dort arbeiteten im Gehen, Stehen und Sitzen an Körben und Korbhüten. Wir haben bei einer Frauenkooperative einen kleinen Kaufrausch bekommen und ingesamt, zwei Familien, neun Hüte gekauft.

Schön war auch der Fluss, der Markt, die Lehmhäuser, die musizierenden Teufel und die attraktiven Straßenarbeiter der Kommune.

 

Zurück in Cuenca gingen wir noch kurz ins Planetarium und lange in die ARTESA Fabrik, wo man handbemaltes, schlönes Geschirr kaufen kann (und das zu guten Preisen).

 

In einem Rutsch nach Quito, denn dort wartete der Osterhase, sowohl zuhause als auch in der Kirche.