Mit neuer Kamera

Ende Januar kamen uns Ulis Eltern wieder besuchen, mit im Gepäck etliche Kilo an deutschen Genüssen (Sauerteig, Pinienkerne, Kirschwasser, etc.) und einer neuen digitalen Spiegelreflexkamera. Die haben wir natürlich gleich ausprobiert. Herausgekommen sind neue Effekt und Motive, wie die folgenden Bilder aus Haus und Garten zeigen.

 

Im Garten tollt Cornelius gerne mit Opa Sigi, seinem Tiger und seinem Eisbären herum, .

 

Im Haus können wir jetzt auch schönere Bilder von Antonia Alegría machen.

 

Im Kindergarten hat Cornelius ab und zu musikalische Frühförderung, was auch zuhause hörbar ist. Hier ein paar Bilder von einer solchen Musikveranstaltung und auch ein Video.

 

Noch ein paar Bilder von zuhause, mit Oma Lisa und mit der Nachbarstochter.

 

Beim El Gringo Alto, einem Deutschen, der sich an einem biologischen Bauernhof versucht, gibt es Hühner, Gänse, Lamas, Esel, Ziegen, etc., also wie geschaffen für kleine Kinder. Zudem gibt es da auch manches Zusatzprogramm, wie einen Weihnachtsmarkt oder ein Mittelalterfest mit Schweinerennen. Hier ein paar Bilder davon.

 

Am Sonntag haben wir unseren ersten Ausflug zum Panecillo, der geflügelten Jungfrau Quitos, gemacht. Die Statue ist beeindruckend groß und ein typisches Denkmal des 19. Jahrhunderts, als der Präsident García Moreno ganz Ecuador dem Herzen Jesu weihen ließ (in der eigens neu errichteten Kathedrale; Moreno wurde schließlich ermordet). Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Nur zu Fuß sollte man den Hügel nicht besteigen. Alle Reiseführer warnen vor Diebstählen. Uns ist aber nichts passiert.

Bei einem anderen wichtigen Präsidenten Ecuadors, Eloy Alfaro, jährte sich am 28. Januar 2012 zum hundertsten Mal der Tag, an dem er von einer Menschenmasse im Gefängnis ermordet wurde, um dann im Ejido Park öffentlich verbrannt zu werden.

Heute stehen beide Präsidenten in hohem Ansehen. Im übrigen ist Ecuador ein sehr friedliches Land.

 

Antonia Alegría und Cornelius verstehen sich sehr gut. Er küsst sie gerne und nimmt sie auch in den Arm, gibt ihr ein Tierchen und das praktisch ohne Anleitung der Eltern. Da haben wir wirklich Glück.

 

Antonia wird etwas molliger, dafür haben die Pickel nachgelassen. Ihre Haut ist leider noch immer zu trocken.

 

An einer selbst gebauten Feuerstelle haben wir mit Freunden auch zum ersten Mal Stockbrot und Würstchen gemacht. Was für die Kinder gedacht war entpuppte sich natürlich doch mehr als Elternarbeit.

 

Etwas nördlich von Quito liegt der Zoo der Stadt in einem einzigartigen Trockental. Dort regnet es praktisch nie, obwohl es nicht so weit weg von uns ist. Die Tiere dort sind alle einheimisch, mit Ausnahme von drei Löwen. Cornelius hat sehr große Freude am Zoo, besonders an den streichelbaren Tieren und den Löwen.

 

In Lumbisí haben wir mittlerweile auch schöne Spazierwege entdeckt, wo man den Ilaló, unseren Hausberg schön betrachten kann. Es geht über Felder, durch eine Schlucht und an einem Tal entlang.

Als erstes aber noch zwei schöne Bilder von Antonia mit Großeltern.

Auch ein Video einer glucksenden Antonia darf nicht fehlen.

 

Über Fasching ging es wieder mal nach Misahuallí, dem uns nächstgelegenen Dschungelort. Dort fließen zwei Flüsse zusammen, Río Misahuallí und Río Napo, die dann gemeinsam in den Amazonas münden. Diesen Weg nahm im 16. Jahrhundert Francisco de Orellana auf der Suche nach einer goldenen Stadt. Krankheiten, Hunger und Strömung verhinderten seine Rückkehr nach Quito, so dass er, ohne es zu wollen, den Amazonas entdeckte und auf diesem bis an die brasilianische Küste gelangte. Von dort kehrte er nach jahrelanger Irrfahrt nach Quito zurück. Er war auch Namensgeber des Flusses, weil er einer Legende glaubte, nachdem es hier auch weibliche Kriegerínnen gäbe.

Nicht jede Brücke über den Fluss ist in gutem Zustand, so dass kostenlose Fähren die Leute übersetzen. Dann geht es mit dem Lastwagen, manchmal sehr gedrängt, weiter.

 

Bilder von einem Dschungelspaziergang. Im ersten Bild trägt Uli eine Blüte auf der Nase, was Cornelius stark bewundert. Bei diesem Mal hat es viel geregnet, war aber nicht heiß und schwül. Im Pool und am Strand ließ es sich gut aushalten.

 

Am Strand fanden dann auch die wildesten Karnevalschlachten statt. (Video) Man verkleidet sich hier nicht, aber man bewirft sich, früher mit Wasserbomben, heute eher mit farbigem Schaum aus Sprühdosen. Auch als Unbeteiligter hat man große Chance bespritzt zu werden, oft aus fahrenden Autos heraus. Nach den Feiern wurde es dann wieder sehr beschaulich.

Die berühmten Affen von Misahuallí haben Cornelius wieder fasziniert. (Video)

 

Zum Abschluss ging es dann noch mal in eine Art Museumsdorf von Kichwua Indianern, nur dass die Leute dort tatsächlich leben. Man zeigte uns Pflanzen, ein Versteck für Jäger, Fallen und es gab auch einige Tiere, z.B. ein Affenbaby, das sich über ein Eis hermachte.

Noch ein schönes Nasenbärvideo gibt es hier.

 

Am letzten Wochenende, bevor Ulis Eltern noch drei Wochen nach Peru weiter fliegen, haben wir noch einen Ausflug zur Quilotoa Laguna gemacht. Dort waren wir schon letztes Jahr einmal und zwar auch in der sehr empfehlenswerten Posada de Tigua. Das ist ein Bauernhof mit vielen Tieren, an denen Cornelius viel Freude hat. Es wird noch mit der Hand gemolken (Video) und allerlei alte Maschinen stehen herum. Neben den Wirtsleuten wohnt dort auch noch eine Indígena Familie.

 

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n Tigua, dem nächstgelegenen Dorf, gibt es Künstlerkolonien, die Masken bilden und Bilder nach Träumen und Legenden malen. Der bekannteste Künstler ist Julio Toaquiza, von dem wir schon eine schöne Maske erstanden haben und jetzt auch ein Bild fürs Kinderzimmer. Der nächste Ort ist dann Zumbahua, wo es einen bunten Markt gibt. (Video) Die Menschen hier sind sehr ursprünglich und leben zum Teil in extrem ärmlichen Verhältnissen.

Das "Brot", das Lisa hier kaufte entpuppte sich dann als gepresster Zucker.

 

Die Laguna liegt mit ihrem oberen Rand auf ca. 4000m. Von dort steigt man ab, wobei der Weg z.T. beschwerlich ist. (Video) Beschwerlicher ist natürlich der Aufstieg, wobei man sich auch mit Pferden behelfen kann. Ganz nach oben geht es mit den Pferden aber nicht.

Das Wasser der Laguna ist grün (wenn die Sonne scheint) und es gibt sogar sehr primitive Hütten unten am Ufer. Ohne Strom, Wasser, etc. versteht sich. Aber man könnte auch dort übernachten.

Bei den Ständen oben haben Kinder gespielt, was Cornelius aufmerksam beobachtete.

 

Wie ärmlich manche Leute noch leben kann man an diesen Hütten sehen, die aussehen wir Strohhaufen. Anfangs hofften wir es seien nur Unterstände für Tiere, aber wir wurden eines Besseren belehrt. Es gibt keinen Strom, keine Fenster, keinen Rauchabzug und das bei diesem unwirtlichen, nasskalten Klima. Trotzdem sind alle immer gut gekleidet. Die Frauen tragen schwarze elegante Lederschuhe, die aber naturgemäß oft verschlammt sind.

Unsere Gastwirtin erzählte uns, dass es durchaus noch üblich ist, dass Indígenafamilien mit "zu vielen" Kindern, eines an eine andere Familie "verschenken". Die Gegenleistung besteht in einem Schaf, etwas Zucker, Kartoffeln, etc.

 

Hier noch ein schönes Video vom Sofakuscheln und dazu noch einige Bilder vom trauten Heim. Zum Beispiel Kinder beim gemeinsamen Teletubbyschauen, oder Marta mit Antonia.

 

In Quito kann man jetzt übrigens auch noch schön mit einem Doppeldeckerbus eine Stadtrundfahrt machen. Der Bus fährt zu jeder vollen Stunde am Carolinapark ab (Nordende gegenüber dem Quicentro) und man kann an jedem Punkt aussteigen und wieder zusteigen. Insgesamt gibt es doch noch neue Perspektiven von oben, z.B. Balkone und offene Fenster mit Einblick.