Antonia Alegría

 

Jetzt ist es endlich soweit. Nach 40 Wochen und 2 Tagen wurde am 24. November 2011 um 15:52 unsere Tochter Antonia Alegría geboren. Sie wiegt schon 3070g und ist ganze 50,5cm groß, also größer und schwerer als man vorher dachte. Wir sind sehr gespannt auf sie und auch darauf, was Cornelius mit seiner Schwester anfängt. Mutter und Tochter geht es gut, wenn beide auch naturgemäß angestrengt sind.

Uli blieb mit Antonia erst einmal ein paar Tage im Krankenhaus, während Clemens mit Cornelius zuhause blieb. Weil die Kamera am Geburtstag nicht funktionierte sind diese Bilder hier vom zweiten Tag. Antonia schenkte Cornelius Gummibärchen und ein Buch, was ihn sehr freute und auch dazu veranlasste Tierchen an sie zu schenken.

Antonia hat sehr lange Finger und Zehen und wir können uns noch nicht entscheiden, ob sie irgendjemand ähnlich sieht. Vamos a ver.

Sie schläft noch viel und nuckelt brav, an Flasche und Mutter. Anders als auf den Fotos hat sie die Augen jedoch schon öfter offen gehabt.

 

Schon am ersten Tag erlebte sie ein kleines Erdbeben mit, am zweiten dann einen Schnee- und Hagelsturm, der in einen langen Stromausfall mündete. Als ich Uli dann nach zwei Nächten im Krankenhaus abholte verbrachten wir so die erste Nacht bei Kerzenschein.

Die Quiteños hingegen hatten Spaß am Schnee und wir konnten sogar einen kurzlebigen Schneemann sehen.

 

Zuhause angekommen widmet sich auch Cornelius seiner kleinen Schwester. Weil sie ihm ein Geschenk mitgebracht hat, findet er sie ganz toll. Er will sie auch streicheln und fühlt sich bisher noch gar nicht zurück gesetzt. Wichtig sind ihm auch die vielen Pfützen, durch die er laufen kann und durch die wir unseren ersten Spaziergang zu viert machen. Das zerschnittene Blatt ist übrigens Aloe Vera und hilft Uli sehr beim Kühlen der Wunde. Der Schlafsack ist noch von den Barmherzigen Brüdern in Regensburg.

 

Hier ein kleiner Wickelfilm, der Antonia mit offenen Augen und Stimme zeigt.

Hier ist auch das Plätzchenbacken ausgebrochen, schließlich ist Advent. Bei Eva haben wir in größerer Runde Lebkuchenhäuser gefertigt.

Unseres ist zwar nicht am schönsten geworden, aber Cornelius isst die Verzierung sehr gerne.

Wir haben auch selber Plätzchen gebacken, hier ein kleiner Film.

 

Die Neuanmeldung einer Erdenbürgerin ist nicht so einfach wie in Deutschland, dafür bekommt sie aber auch zwei Staatsbürgerschaften, die deutsche und die ecuadorianische. Für die ecuadorische Anmeldung benötigten wir unsere Pässe, Farbkopien der Pässe, eine Bescheinigung des Krankenhauses über die Lebendgeburt (+ Farbkopie), eine Bestätigung der Polizei über unsere Reisen (für Mama und Papa), unsere Heiratsurkunde mit Apostille aus Deutschland, sowie eine beglaubigte Übersetzung der Heiratsurkunde. Damit konnten wir nach längerem Warten die Kleine registrieren lassen. Mit dieser Registration konnten wir dann eine cédula (eine Art Personalausweis) beantragen. Hier ist er:

Aus Ecuador brauchen wir dann noch einen Pass, den es im Außenministerium gibt. Das ist viel einfacher als in Deutschland. Wir brauchten nur die cédula, unsere Pässe und Farbkopien von allem. Schon nach 20 Minuten hatten wir dann unseren Pass!

Für die Anmeldung bei der Deutschen Botschaft benötigten wir die sogenannte "prelegalisierte" ecuadorianische Geburtsurkunde, die muss dann im ecuadorianischen Außenministerium apostilliert werden. Dann eine beglaubigte Übersetzung von beidem , unsere Pässe, die Heiratsurkunde und vielleicht noch mehr. Das wird sich dann zeigen.

Hier ein kleiner Film vom Weihnachtsbaumschmücken. Dazu noch Weihnachtsbilder vom Christkind, Baum, Stern und Krippe.

 

Ein kleiner Weihnachtsspaziergang über die Felder von Lumbisí. Dazu ein Film über Spiel und Spaß im Garten.

 

Den Jahreswechsel verbrachten wir fast brav zuhause, so der Plan. Ganz kurzfristig haben uns dann aber noch Nachbarn eingeladen, wo wir dann bis immerhin 23 Uhr durchhielten. Das Babyphon reicht jedenfalls bis zum Nachbarhaus, ein Glück. So aßen wir Gegrilltes, tranken ein Bier und unterhielten uns gut.

Wie im letzten Jahr gab es viele "viejos" (Alte), die als Puppen gebastelt wurden und die Ereignisse und Personen des letzten Jahres darstellen. Diese werden dann feierlich verbrannt und so das alte Jahr verabschiedet. Weil das alte Jahr männlich ist, tauchen dann am 31. plötzlich viele Witwen auf (alle verkleidete Männer), die um Geld für ihren Witwenstatus bitten (tatsächilch mehr für Schnaps). Das Feuerwerk war dann sehr ecuadorianisch laut.