Im neuen Haus

Lange haben wir gewartet. Am 21. Juli kamen die Leute von der Spedition und haben bei uns eingepackt. Und am 25. September kam dann endlich nach langem Warten und bürokratischen Mühen unser Container an.

Das hieß leider Abschied nehmen vom Café con Leche, aber nach zwei Monaten nicht mehr aus Koffern leben, im eigenen Bett schlafen, ..., das war schön.

Hier sind wir: östlich von Quito im Tal von Cumbayá. Unser Haus ist noch mal etwas weiter am Land, in Lumbisi, mit dem Auto 8 Minuten zur Schule. Es liegt in einer bewachten Siedlung (Urbanización) mit dem Namen Huertos del Ilaló (Gärten des Ilaló - weil man den Ilaló sieht und die Häuser ziemlich große Gärten haben). Vom Dorfplatz von Lumbisi hat man übrigens einen hervorragenden Blick auf den Cotopaxi.

 

Schon vor unserem Einzug haben wir in Lumbisi eine große Fiesta miterlebt. Es gab Tänze, besonders Clemens musste viel Schnaps trinken und am Schluss wurden meterhohe Knallkörper-Konstruktionen abgebrannt.

 

So sieht es am Eingang der Urbanización aus. Im rechten Bild sieht man den Ilaló.

 

So sah es aus bevor wir einzogen: 300qm Wohnfläche, ca. 2000qm Grund, angrenzend an eine tiefe Schlucht. Wir können viele Hängematten aufhängen und Hühner halten! Und natürlich viele Gäste beherbergen. Die Möbel muss man sich natürlich wegdenken.

Die Vermieter sind sehr nett. Sie wohnen nebenan und haben auch einen Hund, Nacho, der uns besuchen kommt.

 

 

Und dann waren sie da, acht Mann und ein großer Container. Den hatten wir uns zu dritt geteilt. Trotzdem kamen sie zuerst zu uns, was uns natürlich passte. Leider waren unsere Boxen ganz hinten, so dass man erst einmal Alles ausladen musste...

 

In der Küche steht jetzt schon ein kleiner Tisch für Cornelius und zwei Grundstücke weiter wohnen zwei gute Freunde, ein Esel und ein Pferd.

 

Hier ein erstes Video von Cornelius im neuen Haus mit kleiner Gartenerkundung.

 

Den ersten Geburtstag von Cornelius am 2. Oktober 2010 konnten wir dann schon einigermaßen feiern. Wir haben viele Leute mit kleinen Kindern eingeladen und vier Kilo Fleisch sowie etliche Würste verbraten. Unser erstes Fest und Cornelius hat sich über seine Geschenke sehr gefreut! Laufen konnte er zwar noch nicht an seinem ersten Geburtstag, aber immerhin hat er sich zwei Tage vorher bereits zum ersten Mal von alleine aufgerichtet.

 

Von Lumbisi aus kann ich auch gut mit dem Schulbus fahren. Ich gehe um 6:55 aus dem Haus und bin um 7:20-25 dann in der Schule. Etwas knapp, aber nicht unbequem und Uli kann das Auto haben. Mit dem Fahrrad habe ich das auch schon mal probiert, allerdings ist der Weg nicht ganz ungefährlich. Dafür habe ich ja aber auch eine gute Lebensversicherung.

Hier kann man meinen Stundenplan herunterladen.

Der Kontakt mit den Eltern ist übrigens viel intensiver als in Deutschland. So rief mich eine Mutter auch schon mal um 6:15 an, um mir mitzuteilen, dass ihre Tochter wegen eines Schüttelfrostes nicht kommen kann. Etwas müde und überrascht habe ich das bestätigt und gute Besserung gewünscht. Spanisch um diese Uhrzeit ist noch nicht mein Ding.

Wir haben jetzt auch eine Empleada, Marta, die zweimal in der Woche kommt und nach dem Rechten sieht, d.h. putzt und kocht und mit Cornelius spielt. Sie soll dann auch mal babysitten, wenn die beiden sich aneinander gewöhnt haben.

 

Hier sitzt ein großer Geier auf einem abgesägten Eukalyptusbaum bei uns im Garten; und rechts Cornelius in der Baustelle gegenüber.